FAQ

All­gemein

Wie funktioniert die Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer?

Die Gerd Kommer Anlagestrategie hilft Ihnen dabei, Ihr Geld nach dem Weltportfolio-Konzept von Dr. Gerd Kommer zu investieren. Bei der Anmeldung stellen wir Ihnen zunächst einige Fragen, auf deren Basis wir Ihnen eine zu Ihren Bedürfnissen passende “Level-1-Asset-Allokation”, also eine Aufteilung zwischen “risikobehaftetem” und “risikoarmem” Portfolioteil, vorschlagen. Diese Aufteilung hat einen starken Einfluss auf die für die Zukunft erwartete Rendite und das Risiko des Gesamtportfolios. Die Produkte in den beiden Portfolioteilen werden ausgewählt, regelmäßig einer Überprüfung unterzogen und gegebenenfalls ausgetauscht.

Die Gerd Kommer Robo Advisor Strategie wird über die Plattform von Scalable Capital angeboten. Depotführung und Abwicklung erfolgen über die Scalable Capital Bank. Nach Ihrer Entscheidung für eine Level-1-Asset-Allokation wird im Rahmen des Onboardings ein Depot eröffnet und die gewünschte Anlagesumme von Ihrem Referenzkonto eingezogen. Nach Geldeingang wird das Portfolio entsprechend der gewählten Allokation investiert und fortlaufend im Rahmen der Strategie betreut.

Welche Verbindung besteht zwischen der "Gerd Kommer" Robo Advisor Strategie und Scalable Capital?

Die “Gerd Kommer” Anlagestrategie ist innerhalb der Vermögensverwaltung von Scalable Capital auswählbar. Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Scalable Capital App bzw. die entsprechende Webplattform.

Die Finanzportfolioverwaltung sowie die Depotführung erfolgen durch die Scalable Capital Bank GmbH unter Einhaltung aller aufsichtsrechtlichen Vorgaben.

Die Gerd Kommer Invest GmbH berät Scalable Capital weiterhin in Fragen des Investmentansatzes sowie zu strategischen und operativen Themen im Zusammenhang mit der “Gerd Kommer” Anlagestrategie. Zudem verantwortet sie Marketing- und Kommunikationsmaßnahmen.

Zwischen der Scalable Capital Bank GmbH und der Gerd Kommer Invest GmbH besteht keine gesellschaftsrechtliche Verbindung. Es bestehen keine gegenseitigen Beteiligungen.

Die Servicegebühr der “Gerd Kommer” Anlagestrategie beträgt 0,70 % p. a. (inkl. USt.). Die Einnahmen werden zwischen den beteiligten Partnern gemäß vertraglicher Vereinbarung aufgeteilt.

Was ist der Unterschied zu anderen klassischen Vermögensverwaltungen?

Wir unterliegen keinen Interessenkonflikten, weil wir – wie z. B. Steuerberater, Rechtsanwälte oder Handwerker – ausschließlich von Ihnen bezahlt werden. Das heißt, wir erhalten keinerlei Provisionen, Kommissionen oder “Kickbacks” von Dritten. Wir verwenden keine “hauseigenen” Produkte. Unsere Kompensation variiert nicht damit, ob Sie konservativ oder eher ambitioniert investieren. 

Wir verfolgen einen rein wissenschaftlichen Investmentansatz, d. h. wir investieren ausschließlich auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wir verwenden keine Prognosen und machen auch keine. Wir spekulieren nicht mit Kundengeldern.

Wir minimieren die Produktkosten durch die Verwendung kostengünstiger Indexfonds (ETFs). Produktkosten, unsere Service-Gebühr und die nicht gesondert ausgewiesenen Trading-Kosten liegen zusammen weit unter den Gesamtkosten konventioneller Vermögensverwaltung bei Banken und vielen unabhängigen Vermögensverwaltern.

Was ist der Unterschied zwischen der Gerd Kommer Robo Advisor Strategie und anderen Robo Advisors?

Kein andere Robo Advisor Strategie investiert nach dem bewährten “Weltportfolio-Konzept” von Dr. Gerd Kommer. Eine detaillierte Beschreibung unseres Investmentansatzes finden Sie in unserem Whitepaper.

Dr. Gerd Kommer hat seinen Investmentansatz in mehreren Büchern seit über 20 Jahren publiziert und transparent gemacht. Bis heute hatten diese Bücher eine Gesamtauflage von über 150.000 Exemplaren. Das Buch Souverän Investieren mit Indexfonds und ETFs steht seit 2015 die meiste Zeit auf der Bestsellerliste für Wirtschaftsbücher des manager magazins.

Was ist der Unterschied zwischen der Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer und dem Gerd-Kommer-ETF?

Die “Gerd Kommer” Robo Advisor Strategie ist eine digitale Vermögensverwaltung innerhalb der Plattform von Scalable Capital. Sie richtet sich an Anlegerinnen und Anleger mit steuerlicher Ansässigkeit in Deutschland, die eine vollständig verwaltete Lösung wünschen.

Nach Beantwortung eines strukturierten Fragebogens zu finanziellen Zielen, Risikoneigung, Kenntnissen und Erfahrungen wird ein individuell geeignetes ETF-Portfolio zusammengestellt. Dieses besteht in der Regel aus mehreren ETFs und bildet unterschiedliche Risikoprofile differenziert ab. Die Finanzportfolioverwaltung – einschließlich laufender Überwachung, Produktauswahl und systematischem Rebalancing – erfolgt durch die Scalable Capital Bank GmbH. Anpassungen wie Ein- und Auszahlungen oder Änderungen der Risikoklasse können bequem über die Scalable-App oder den Webzugang vorgenommen werden.

Der Gerd-Kommer-ETF hingegen ist ein einzelner, global diversifizierter Aktien-ETF für Do-it-yourself-Anleger. Er enthält keine Anleihenkomponente und entspricht damit einer 100 % Aktienallokation. Anlegerinnen und Anleger, die eine defensivere Aufteilung wünschen, müssen eigenständig eine risikoärmere Komponente (z. B. einen Anleihen-ETF) ergänzen.

Wie wird die für mich geeignete "Gerd Kommer"-Anlagestrategie ausgewählt?

Die Vermögensverwaltung der “Gerd Kommer” Anlagestrategie erfolgt durch die Scalable Capital, ein reguliertes Wertpapierinstitut. Scalable Capital ist gesetzlich verpflichtet, Ihre persönliche Vermögenssituation sowie weitere relevante Umstände zu analysieren, um die Geeignetheit der Anlagestrategie sicherzustellen.

Zu Beginn des Registrierungsprozesses beantworten Sie einen strukturierten Fragebogen. Ihre Angaben zu finanziellen Zielen, aktueller Vermögenssituation, Kapitalmarktkenntnissen und -erfahrungen sowie zu Ihrer Risikoneigung bilden die Grundlage für die anschließende Geeignetheitsprüfung und den Anlagevorschlag.

Ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses ist die Einschätzung Ihrer Risikotragfähigkeit. Dabei wird sowohl Ihre finanzielle Fähigkeit zur Übernahme von Risiken als auch Ihr Wissen und Ihre Erfahrung mit Kapitalmarktanlagen berücksichtigt. Auf dieser Basis wird die für Sie geeignete “Gerd Kommer” Anlagestrategie innerhalb der Vermögensverwaltung von Scalable Capital empfohlen und umgesetzt.

Wie viel Geld sollte ich anlegen?

Wir raten unseren Kunden, eine sofort verfügbare Notfallreserve für unvorhergesehene Ereignisse bereitzuhalten (z. B. auf einem gesonderten Bankkonto), die sechs bis zwölf Monate Ihre normalen laufenden Ausgaben und Verpflichtungen abdecken sollte.

Der darüber hinaus verbleibende Teil Ihres liquiden Vermögens sollte langfristig, kostengünstig und breit diversifiziert angelegt werden.

Werden auch Investmentlösungen mit Versicherungsmantel (kapitalbindende Lebensversicherungen) angeboten?

Wir halten kapitalbildende Lebensversicherungen nicht für ein sinnvolles Anlageprodukt und raten grundsätzlich davon ab. Dazu hat Gerd Kommer einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Die kapitalbildende Lebensversicherung – ein deutscher Irrweg” geschrieben.

Gibt es eine Mindestanlagesumme?

Ja, die Mindestanlagesumme für ein Investment beläuft sich auf 20 Euro pro Portfolio. Sollte das angelegte Volumen zu einem Zeitpunkt die Grenze von 20 Euro aufgrund von Marktbewegungen unterschreiten, müssen Sie kein Geld nachschießen.

Teilauszahlungen, die dazu führen, dass der Anlagebetrag unter 20 Euro fällt, sind nicht möglich. In diesem Rahmen ist lediglich eine vollständige Auszahlung Ihrer Investitionssumme und eine damit einhergehende Vertragskündigung möglich.

Kann ich Kunde werden, obwohl ich nicht in Deutschland lebe?

Die “Gerd Kommer” Anlagestrategie richtet sich derzeit ausschließlich an Personen mit steuerlicher Ansässigkeit in Deutschland und Österreich.

Welche Kriterien muss mein Referenzkonto erfüllen?

Bei der Anmeldung bitten wir Sie um die Angabe eines sogenannten Referenzkontos. Dieses muss ein auf Ihren Namen lautendes Girokonto (Zahlungsverkehrskonto) bei einem im SEPA-Raum ansässigen Kreditinstitut sein.

Bitte beachten Sie, dass ein Tagesgeldkonto nicht als Referenzkonto geeignet ist. Falls Sie ein Gemeinschaftskonto angeben möchten, stellen Sie bitte sicher, dass Sie als wirtschaftlicher Eigentümer eingetragen sind.

Ein- und Aus­zahlungen

Kann von einer "Drittbank" Geld auf mein Depot eingezahlt werden?

Ja, neben Ihrem “Referenzkonto“ (z. B. Ihrer “Hausbank“) können Sie auch andere Girokonten auf Ihren Namen nutzen, um Einzahlungen auf Ihr Verrechnungskonto zu tätigen. Diese werden entweder umgehend oder spätestens mit dem nächsten Rebalancing Ihres Portfolios angelegt.

Wird eine Überweisung von mir auf das Verrechnungskonto automatisch angelegt?

Ja, alle eingehenden Guthaben (auch Ausschüttungen) werden im Investment-Prozess automatisch berücksichtigt.

Kann ich einen monatlichen Sparplan einrichten?

Ja, viele Anleger möchten in Ihrer Ansparphase monatlich eine bestimmte, gleichbleibende Summe für Ihre Altersvorsorge investieren. Dafür sind Sparpläne genau das Richtige. Die Einrichtung kann entweder direkt im Rahmen der Kontoeröffnung oder jederzeit nachträglich im persönlichen Kundenbereich erfolgen.

Wann wird die Einzahlung für meinen monatlichen Sparplan von meinem Referenzkonto abgebucht?

Die Lastschriften für monatliche Sparpläne werden jeweils am ersten Bankarbeitstag eines Monats veranlasst. Die Belastung des Referenzkontos erfolgt in der Regel am zweiten oder dritten Bankarbeitstag des Monats. Die Gutschrift des Betrags im jeweiligen Portfolio erfolgt am darauffolgenden Bankarbeitstag.

Hinweis: Wird die Kontoeröffnung ausschließlich mit einem monatlichen Sparplan abgeschlossen, wird die Lastschrift für die erste Sparrate unmittelbar nach der Kontoeröffnung veranlasst.

Kann ich einen monatlichen Auszahlplan einrichten?

Viele Anleger möchten in der Entnahmephase regelmäßig einen festen Betrag zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts erhalten. Hierfür können Sie innerhalb der Vermögensverwaltung von Scalable Capital einen Auszahlplan einrichten. Die Einrichtung erfolgt bequem über die Scalable-App oder den Webzugang. Zusätzliche, individuelle Entnahmen sind jederzeit möglich.

Soweit im konkreten Fall aufgrund realisierter Kursgewinne Abgeltungsteuer anfällt, wird diese bei Auszahlplänen und Einzelentnahmen automatisch von der depotführenden Bank einbehalten.

Was passiert, wenn mein Anlagebetrag durch die Ausführung meines Auszahlplan unter die Mindestanlagesumme sinken würde?

Auszahlungen, die den Anlagebetrag unter die Mindestanlagesumme von 20 Euro reduzieren würden, sind nicht möglich. Bei einer möglichen Unterschreitung wird Ihr monatlicher Auszahlplan deaktiviert.

Zusätzliche Portfolios

Ist eine Eröffnung mehrerer Portfolios möglich?

Ja, Sie können bei Scalable Capital mehrere einzelne Portfolios mit unterschiedlicher Level-1-Asset-Allokation anlegen (Aufteilung des Portfolios in einen risikobehafteten und einen risikoarmen Portfolioteil).

Die Auswahl ist durch Ihre maximale Risikokategorie eingegrenzt.

Beachten Sie bitte, dass für jedes neu erstellte Portfolio ein weiteres Verrechnungskonto und Depot eröffnet wird. Zudem muss erneut die Mindestanlagesumme von 20 Euro investiert werden.

Können weitere Portfolios mit unterschiedlicher Anlagestrategie eröffnet werden?

Ja, pro Portfolio kann eine eigene Level-1-Asset-Allokation (Aufteilung des Portfolios in einen risikobehafteten und einen risikoarmen Portfolioteil) festgelegt werden. Beispielsweise können Sie für Ihre erstes Portfolio eine 80/20-Level-1-Asset-Allokation auswählen und für Ihr zweites Portfolio eine 50/50-Level-1-Asset-Allokation. Die Auswahl ist jedoch durch die für Sie vorgegebene maximal zulässige Risikokategorie begrenzt. Die maximale Risikokategorie wird auf Basis Ihrer Anlageziele, Ihrer Kenntnisse und Erfahrungen sowie Ihrer finanziellen Situation bestimmt.

Kann ich Investments zwischen meinen Portfolios transferieren?

Ja, Sie können Ihr angelegtes Vermögen jederzeit zwischen den einzelnen Portfolios umschichten. Veranlassen Sie hierzu eine Auszahlung in dem Portfolio, aus dem Sie Mittel abziehen möchten. Nach Gutschrift des Betrags auf Ihrem Girokonto können Sie anschließend eine Einzahlung in das Ziel-Portfolio anweisen.

Sicherheit

Ist Gerd Kommer Invest ein unabhängiges und reguliertes Unternehmen?

Die “Gerd Kommer” Anlagestrategie wird im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung von der Scalable Capital Bank GmbH angeboten. Die Gerd Kommer Invest GmbH berät Scalable Capital hinsichtlich des Investmentansatzes sowie zu strategischen und operativen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Strategie.

Die Scalable Capital Bank GmbH ist ein Wertpapierinstitut mit Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zur Finanzportfolioverwaltung (§ 15 Wertpapierinstitutsgesetz – WpIG). Sie unterliegt der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) sowie der Deutschen Bundesbank.

Dr. Gerd Kommer weist in seinen Büchern seit über 20 Jahren auf die große Schädlichkeit von Interessenkonflikten im Geldanlagegeschäft hin. Aus diesem Grund ist es für uns von elementarer Bedeutung ganz unabhängig zu sein. Wir erhalten keine Provisionen, Kommissionen oder “Kickbacks” und verwenden keine hauseigenen Finanzprodukte. Nur eine wirklich unabhängige und interessenkonfliktfreie Vermögensverwaltung wird dauerhaft im besten Sinne des Kunden handeln.

Wie sicher sind mein Geld und meine Anlagen? Was passiert im Falle einer Insolvenz des Vermögensverwalters oder der Depotbank?

Weder die Gerd Kommer Invest GmbH noch die Scalable Capital Bank GmbH sind befugt, sich Besitz oder Eigentum an Vermögenswerten des Kunden zu verschaffen. Die Vermögenswerte des Kunden werden von der Depotbank verwahrt. Im Falle einer Insolvenz der Gerd Kommer Invest GmbH oder der Scalable Capital Bank GmbH fällt das im Depot enthaltene Kundenvermögen nicht in die betreffende Insolvenzmasse. Eine Insolvenz würde die Vermögenspositionen der Anleger (Kunden) somit nicht tangieren.

Im Falle der Insolvenz der Depotbank haben die Anleger (Kunden) einen Herausgabeanspruch Ihrer Wertpapiere in Ihrem Portfolio. Auch hier fallen die Wertpapiere nicht in die Konkursmasse der Depotbank. Die Depotbank agiert lediglich als Verwahrerin der Wertpapiere.

Guthaben auf den Kunden-Verrechnungskontos bei der Depotbank sind durch die staatliche Einlagensicherung bis zu einer Einlagenhöhe von 100.000 Euro garantiert (durch die Bundesrepublik Deutschland), sowie, darüber hinaus, in einem deutlich höheren Betragsvolumen durch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverband deutscher Banken (BdB) – private Einlagensicherung (www.edb-banken.de/).

Ferner ist die Scalable Capital Bank GmbH als reguliertes Wertpapierinstitut der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) zugeordnet (www.e-d-w.de). Die EdW leistet eine Entschädigung, wenn ein Institut aus Gründen, die mit seiner Finanzlage unmittelbar zusammenhängen, nicht mehr in der Lage ist, seine “Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften” gegenüber seinen Kunden zu erfüllen und die Aufsichtsbehörde (BaFin) den Entschädigungsfall festgestellt hat. Für diese Entschädigung ist der Schutz auf 90% begrenzt, maximal jedoch 20.000 Euro pro Anleger. Ein derartiger Entschädigungsfall kann bei einem Wertpapierinstitut ohne Erlaubnis zur Annahme von Besitz oder Eigentum an Vermögenswerten des Kunden (wie Scalable Capital Bank GmbH) nur in Sonderkonstellationen entstehen; in Betracht käme etwa die Annahme von Kundengeldern trotz Fehlen der entsprechenden aufsichtsrechtlichen Erlaubnis. Sekundäransprüche (wie etwa Schadensersatz wegen fehlerhafter Anlage) sind grundsätzlich nicht entschädigungsfähig.

Was passiert bei der Insolvenz eines ETF-Anbieters?

Die eingesetzten ETFs sind rechtlich gesehen ausnahmslos so genannte UCITS-Fonds, also Publikumsfonds, die der EU-UCITS-Fonds-Gesetzgebung und Regulierung unterliegen. Das Anlegervermögen in diesen Fonds stellt ein sogenanntes Sondervermögen dar. Sollte es zu einer Insolvenz eines ETF-Anbieters kommen, ist das vom ETF-Anbieter verwaltete Vermögen durch den Status als Sondervermögen vor dem Zugriff der Gläubiger des ETF-Anbieters geschützt und vollständig getrennt. Das von ETFs verwaltete Vermögen (Anlegervermögen) wird nicht Teil der Insolvenzmasse des ETF-Anbieters und ist dadurch vor dem Zugriff der Gläubiger des ETF-Anbieters geschützt. Nur die Inhaber der Anteilsscheine der ETFs haben Anspruch auf Ihren Pro-rata-Anteil des vom ETF verwalteten Vermögens.

Wie sicher sind meine persönlichen Daten?

Der Schutz Ihrer personenbezogenen Daten hat höchste Priorität. Die Verarbeitung im Rahmen der “Gerd Kommer” Anlagestrategie erfolgt über die Infrastruktur der Scalable Capital GmbH.

Scalable Capital nutzt eine moderne IT-Infrastruktur, um die Sicherheit Ihrer Daten zu gewährleisten. Die von Ihnen übermittelten personenbezogenen Daten (z. B. Anschrift, Kontodaten oder Angaben zu Ihren finanziellen Verhältnissen) werden jederzeit verschlüsselt übertragen und verarbeitet. Die Speicherung erfolgt in Rechenzentren innerhalb Europas.

Was ist die 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) und was muss ich dazu wissen?

Die 2-Faktor-Authentifizierung (2FA) schützt Ihr Konto zusätzlich zu Ihrem Passwort durch einen zweiten Sicherheitsfaktor – in der Regel Ihr verknüpftes Smartphone mit der Scalable-App.Nach der Anmeldung bestätigen Sie Ihre Identität über eine Push-Benachrichtigung in der App (z. B. per Face ID, Fingerabdruck oder Geräte-PIN). Dadurch bleibt Ihr Konto auch dann geschützt, wenn Ihr Passwort bekannt werden sollte. Die 2FA wird für Logins sowie für sicherheitsrelevante Änderungen wie persönliche Daten oder das Referenzkonto eingesetzt.

Bei der Einrichtung erhalten Sie einen Backup-Code. Dieser ist wichtig, falls Sie Ihr Smartphone verlieren, wechseln oder keinen Zugriff mehr auf Ihr Gerät haben. Bewahren Sie ihn daher sicher auf. Ohne verknüpftes Gerät und ohne Backup-Code ist eine Identitätsprüfung durch den Support erforderlich. Für die Nutzung der 2FA benötigen Sie die installierte Scalable-App sowie eine aktive Internetverbindung.

Weitere Details, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und aktuelle Informationen finden Sie im offiziellen FAQ Seite zur 2-Faktor-Authentifizierung von Scalable Capital.

Kündigung

Ist die Kündigung kostenlos?

Ja, Sie können jederzeit kostenfrei kündigen.

Gibt es eine Mindesthaltefrist für meine Anlage oder eine Mindestlaufzeit für meinen Vermögensverwaltungsvertrag?

Nein, eine Mindesthaltefrist oder Mindestlaufzeit existiert nicht. Sie können den Vermögensverwaltungsvertrag jederzeit kündigen. Die “Gerd Kommer” Robo Advisor Strategie investiert ausschließlich in ETFs mit börsentäglicher Handelbarkeit, um Ihnen bestmögliche Liquidität zu bieten.

Ein längerer Anlagehorizont kann jedoch für die Geldanlage von Vorteil sein und Anlagerisiken reduzieren. Insbesondere im Falle von negativen Wertentwicklungen erhöht eine längere Haltedauer die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Portfolio wieder erholen kann.

Was geschieht im Fall einer Kündigung?

Sie können Ihr Portfolio jederzeit kostenlos über die Scalable-Capital-App oder den Webzugang kündigen (unter “Home” > Auswahl des Produkts > “Zahnrad”).

Nach Eingang der Kündigung werden die in Ihrem Portfolio gehaltenen Wertpapiere verkauft. Schwebende Geschäfte werden zuvor ordnungsgemäß abgewickelt. Die Ausführung erfolgt so zeitnah wie möglich, in der Regel spätestens am nächsten Bankarbeitstag. Bitte beachten Sie, dass auch an Handelstagen eine taggleiche Ausführung nicht garantiert werden kann.

Nach Abschluss der Verkäufe wird das verbleibende Guthaben auf Ihr hinterlegtes Referenzkonto überwiesen. Konto und Depot werden anschließend geschlossen. Die Wertstellung auf Ihrem Girokonto erfolgt in der Regel innerhalb von sechs bis neun Bankarbeitstagen nach Wertstellung der Verkäufe.

Auch nach der Kündigung behalten Sie Zugriff auf Ihren persönlichen Bereich und können wichtige Dokumente – beispielsweise Ihre Jahressteuerbescheinigung – in Ihrer Mailbox abrufen.

Allgemeine Investment­theorie

Soll ich auch dann investieren, wenn der Aktienmarkt hoch bewertet ist?

Wir lehnen jede Form von “Market Timing” – der Versuch “schlechte” Marktphasen zu “umschiffen” – ab, weil es nicht zuverlässig genug funktioniert und auf lange Sicht renditeschädlich sein kann. Diese Ablehnung schließt bewertungsgetriebenes Market Timing mit ein. Wir halten den Anlagegrundsatz, immer dann und dann sofort zu investieren, wenn einem Geld zufließt, das man grundsätzlich investieren will, für sehr sinnvoll.

In diesem Zusammenhang könnte der Blog-Beitrag “Überbewertung des Aktienmarkts – was tun?” von Gerd Kommer für Sie interessant sein. In diesem Blog-Beitrag wird unter anderem klargestellt, dass viele in den populären veröffentlichten Aussagen über angeblich hoch- oder überbewertete oder heiß gelaufene Märkte fachlich falsche Missverständnisse und Verwechslungen sind. Ferner wird erläutert, dass selbst ein sehr hoch bewerteter Aktienmarkt immer noch eine höhere Renditeerwartung hat als z. B. Tagesgelder bei Banken oder das Sparbuch.

Kann man den Zeitpunkt des Markteinstiegs timen?

Market Timing in Bezug auf den Einstiegszeitpunkt funktioniert genauso schlecht wie Market Timing im Allgemeinen. Gerd Kommer hat hierzu einen ausführlichen Blog-Beitrag mit dem Titel “Timing des Markteinstiegs – funktioniert es?” geschrieben.

Ist ein Einstieg in den Markt sinnvoller per Einmalanlage oder gestreckt in Teilbeträgen als Phaseninvestment?

Im statistischen Mittel ist in Bezug auf den Aktienmarkt ein Einstieg sofort mit der ganzen für das Investment vorgesehenen Anlagesumme in einem Betrag ganz klar rentabler als ein gestreckter Einstieg in Teilbeträgen über z. B. zwölf oder 36 Monate.

Aus psychologischen Gründen kann jedoch ein gestreckter Einstieg für manche Privatanleger Sinn machen.

Im Rahmen der “Gerd Kommer”-Anlagestrategie innerhalb der Vermögensverwaltung von Scalable Capital erfolgt das Risikomanagement jedoch grundsätzlich nicht über das Timing des Markteinstiegs, sondern über die gewählte strategische Asset-Allokation (Level-1-Asset-Allokation), also die Aufteilung des Portfolios in eine risikobehaftete und eine risikoarme Komponente.

Sollten Sie sich derzeit Sorgen machen, ob jetzt der richtige Einstiegszeitpunkt ist, können Sie mit einer bewusst konservativen (risikoarmen) Level-1-Asset-Allokation beginnen und dann, sobald diese Sorgen abnehmen, auf eine innerhalb ihrer maximalen Risikokategorie mögliche, ambitioniertere Level-1-Asset-Allokation “hochschalten” (d. h. eine Level-1-Asset-Allokation1 mit einem höheren Anteil der risikobehafteten Portfoliokomponente).

Gerd Kommer hat zu dieser Frage einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Einstieg in den Aktienmarkt: Einmalanlage oder Phaseninvestment?” geschrieben.

Sind Anleihen wirklich die risikoärmste Asset-Klasse?

Kurzfristige Anleihen hoher Bonität und kurzer Restlaufzeit in der “Heimatwährung” des Anlegers sind die bezüglich Renditeschwankungen und Ausfallsrisiko risikoärmste Anlageklasse. Das sieht die Wissenschaft so und das muss aus sachlogischen Gründen so sein. Diese Sachlogik hat Gerd Kommer in einem Blog-Beitrag mit dem Titel “Das Konzept der Cash-Flow-Kaskade” dargestellt.

Sollen Depotentnahmen eher in Form von Ausschüttungen oder Anteilsverkäufen vorgenommen werden?

Zwischen Depotentnahmen aus Ausschüttungen (Dividenden und Zinsen) und Depotentnahmen aus Anteilsverkäufen besteht kein wirtschaftlich relevanter Unterschied. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Depotentnahmen: Mythen und Missverständnisse” verfasst.

Sollte ich mein Vermögen vorwiegend in "Sachwerte" investieren?

Eine Unterteilung von Asset-Klassen (Anlageklassen) in “Sachwerte” und “Nicht-Sachwerte” ist ökonomisch betrachtet wenig nützlich. Sachwerte sind z. B. Aktien und Immobilien, Nicht-Sachwerte sind beispielsweise Anleihen, Bankguthaben oder Ansprüche an eine private oder staatliche Rentenversicherung. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Das Konzept der Sachwertanlage: Fakten und Fantasien” publiziert.

Ist die "Gerd Kommer"-Anlagestrategie sinnvoll, wenn ich gleichzeitig Kreditschulden habe?

Für einen Anleger mit Kreditverbindlichkeiten gilt Folgendes: Falls der Anleger nicht ausschließlich in den risikobehafteten Portfolioteil investiert (d. h. eine 100/0-Level-1-Asset-Allokation hat), dann geht er ein sogenanntes “negatives Zinsdifferenzgeschäft” ein. Ob eine Kapitalanlage in dieser Konstellation sinnvoll ist, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Negative Zinsdifferenzgeschäfte – schädlich und unnötig” geschrieben.

Führt der steigende Marktanteil von ETFs zu einem "systemischen Risiko"?

Einerseits ist der globale Marktanteil “passiven Investieren” – wenn man ihn richtig misst – sehr viel niedriger als vielfach in den Medien missverständlich publiziert und andererseits haben ETFs in den letzten rund 25 Jahren mit dem Platzen der Dot-com-Blase, der Großen Finanzkrise und der Corona-Krise mehrere Stresstests ihrer rechtlichen Struktur sehr gut bestanden.

Zu diesem und anderen Sachverhalten im Zusammenhang mit “Kritik an ETFs” hat Gerd Kommer einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Die absurde Dämonisierung von ETFs” veröffentlicht.

Rebalancing

Was ist Rebalancing?

Unter Rebalancing versteht man im Kontext von passivem Investieren die periodische Wiederherstellung der ursprünglichen, bewusst gewählten Portfoliostruktur, nachdem sich diese durch unterschiedliche Renditeentwicklung der einzelnen Portfoliokomponenten verschoben hat – eine Situation, die über längere Zeiträume hinweg zwangsläufig eintritt und normal ist.

Rebalancing widerspricht nicht dem Buy-and-Hold-Prinzip, das bei der Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer eine hohe Bedeutung hat.

In unserem Whitepaper gehen wir ausführlicher auf Rebalancing ein.

Warum wird Rebalancing durchgeführt?

Da risikoreiche Asset-Klassen (z. B. Aktien) langfristig höhere Renditen aufweisen als risikoarme Asset-Klassen (z. B. Anleihen), werden bei einem Verzicht auf Rebalancing die risikoreichen Portfolioteile im Zeitablauf ein steigendes Gewicht im Portfolio einnehmen. Dadurch wird das Portfolio risikoreicher. Aus rationaler Sicht ist das nicht gewünscht.

Rebalancing dient in erste Linie dem Risikomanagement. Rebalancing kann innerhalb von Asset-Klassen mit ähnlichem Renditepotential jedoch auch einen leicht renditesteigernden Effekt haben.

In unserem Whitepaper gehen wir ausführlicher auf Rebalancing ein.

Wie oft wird Rebalancing durchgeführt?

Ein Rebalancing wird immer genau dann durchgeführt, wenn die aktuelle Allokation hinreichend weit von der Zielallokation entfernt ist. Dabei wird jeden Tag der Abstand zwischen der aktuellen Allokation und der Zielallokation ermittelt.

Zur Illustration: Für ein 50/50-Portfolio bestehend aus 50% risikobehaftetem und 50% risikoarmem Portfolioteil wäre das gemäß Backtest über den Zeitraum von Anfang 2005 bis inklusive August 2020 im Durchschnitt einmal im Quartal der Fall gewesen; bei allen anderen Level-1-Asset-Allokationen von 100/0 bis 0/100 wäre Rebalancing etwas weniger häufig durchgeführt werden, durchschnittlich aber immer mindestens zweimal pro Jahr.

Nach welchen Kriterien wird Rebalancing durchgeführt?

Das Rebalancing einzelner Kundenportfolios erfolgt auf der Basis von Schwellenwerten. Als Schwellenwert nutzen wir, vereinfacht ausgedrückt, die Gesamtabweichung der aktuellen Gewichtungen aller Wertpapierpositionen zu ihren Zielgewichtungen.

Das bedeutet, dass bei einer hinreichend großen Abweichung zwischen den aktuellen Gewichtungen der Wertpapierpositionen und ihren Zielgewichtungen automatisch ein Rebalancing ausgelöst wird, das das Portfolio in seine Ziel-Allokation zurückführt.

Die Abweichung zwischen den aktuellen Gewichtungen der einzelnen Wertpapierpositionen und ihren Zielgewichtungen wird börsentäglich geprüft. Dadurch können wir, wann immer nötig, eine Angleichung des Portfolios hin zu seiner Ziel-Allokation vornehmen, wodurch das Portfoliorisiko kontrolliert wird.

Technische Erläuterungen zum Portfolio

Welche Grundprinzipien liegen der "Gerd Kommer" Robo Advisor Strategie zugrunde?

Die “Gerd Kommer” Anlagestrategie fußt auf dem grundsätzlichen Vertrauen in die langfristig positive Entwicklung der globalen Marktwirtschaft, also dem langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft. Die Weltwirtschaft hat diese positive Entwicklung in den vergangenen rund 250 Jahren während einer Vielzahl schwerer politischer und wirtschaftlicher Krisen unter Beweis gestellt.

Außerdem sind wir davon überzeugt, dass der Kapitalmarkt (Markt für börsennotierte Aktien und Anleihen) einen hohen Grad der “Informationseffizienz” aufweist. Darin unterscheidet er sich grundlegend von fast allen anderen Märkten. Informationseffizienz bedeutet, dass zu einem gegebenen Zeitpunkt eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass alle öffentlich verfügbaren Informationen über ein Wertpapier bereits in seinem Marktpreis bzw. Kurs (seiner Bewertung) enthalten sind und daher Spekulation auf der Basis öffentlicher Informationen nach Kosten ein kontraproduktives Unterfangen ist.

Was wir deswegen entschieden ablehnen sind:

  • Wetten auf einzelne Aktien oder Unternehmensanleihen;
  • Wetten auf einzelne Länder (auch nicht auf Deutschland);
  • Wetten auf einzelne Branchen; 
  • Wetten auf einzelne Fondsmanager oder “Gurus”;
  • Wetten auf die Geldpolitik von Zentralbanken;
  • Wetten auf einzelne Zeitabschnitte (Market Timing im Sinne von “Rein-Raus”).

All diese Wetten repräsentieren “schlechtes Risiko”, also Risiko, für die der Kapitalmarkt aus Ex-ante-Perspektive keine Kompensation (erwartete Rendite) bezahlt.

Um unsere Kunden so gut wie möglich am allgemeinen, langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft teilhaben zu lassen, investieren wir für sie weltweit in alle wichtigen Asset-Klassen: Aktien, Staats- und Unternehmensanleihen, einschließlich Aktien und Anleihen von Immobilienunternehmen und Aktien von Rohstoffunternehmen.

  • Aktien sind Eigenkapital börsennotierter Unternehmen.
  • Unternehmensanleihen sind Fremdkapital börsennotierter Unternehmen
  • Staatsanleihen sind Fremdkapital von Staaten oder von Staaten kontrollierten Organisationen (wie z. B. Bundesländer in Deutschland)

Um unseren Kunden Zugang zu diesen Asset-Klassen zu verschaffen, investieren wir ausschließlich in Indexfonds in Form von streng regulierten ETFs (“Exchange-Traded Funds” bzw. “börsengehandelte Fonds”), die diese Asset-Klassen in Gestalt von mehreren tausenden Einzelwerten aus bis zu 190 Staaten (nach dem Ort des primären Listings der Unternehmen sind das ca. 45 Staaten).

Zu den weiteren essenziellen Grundprinzipien in unserem Anlageansatz gehören:

  • Minimierung von Kosten durch die Verwendung von kostengünstigen ETFs und konsequentem Verzicht auf alle Aktivitäten, die aus unserer Sicht keinen nachhaltigen Mehrwert in Bezug auf Renditesteigerung oder Risikosenkung für die Kunden schaffen.
  • Minimierung von ungünstigem Timing, also dem Risiko, zu ungünstigen Zeitpunkten aus dem “Markt” (aus der Asset-Klasse) herauszugehen oder in sie hineinzugehen.
  • Konzentration auf gute Risiken und Vermeidung von sogenannten “schlechten Risiken”, die der Markt in die Zukunft gerichtet nicht kompensiert. Ein Beispiel für schlechte Risiken ist das Einzelwertrisiko.

Eine detaillierte Beschreibung unseres Investmentansatzes finden Sie in unserem Whitepaper.

Ist die "Gerd Kommer"-Anlagestrategie eine aktive Vermögensverwaltung?

Nein, unser Investmentansatz wird landläufig als “passives Investieren” bezeichnet. Er basiert auf einer langfristig ausgerichteten, prognosefreien, disziplinierten Buy-and-Hold-Philosophie mit einem Portfolio aus sehr breit diversifizierten (gestreuten), transparenten Indexanlagen (ETFs) mit möglichst niedrigen Kosten. 

Bei diesem Ansatz wird bewusst darauf verzichtet Wertpapierkurse oder andere wirtschaftliche Größen vorherzusagen, wie beispielsweise Aktienmarkttrends, Zinsen, Inflation, Währungskurse, Wirtschaftswachstum, Branchenentwicklungen und anderes. Weil solche Prognosen in mindestens der Hälfte aller Fälle nicht funktionieren, das Auf-sie-Reagieren aber beträchtliche Kosten verursacht, vermeiden wir dieses kontraproduktive Hin und Her, rein und raus. Im Ergebnis besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, auf lange Sicht besser als 90% aller vergleichbaren “aktiven” Anleger abzuschneiden.

Warum “aktives Investieren” abzulehnen ist, hat Gerd Kommer in einem Blog-Beitrag mit dem Titel “Zehn Gründe, warum aktives Investieren schlecht funktioniert”zusammengefasst.

Eine detaillierte Beschreibung unseres Investmentansatzes finden Sie in unserem Whitepaper. Die Bücher von Dr. Gerd Kommer begründen und beschreiben den Ansatz noch ausführlicher.

Warum verfolgen Sie keinen aktiven Investmentansatz?

Es existieren inzwischen mehrere tausende Studien darüber, dass aktives Investieren, das immer eine Mischung aus Asset Picking und/oder Market Timing darstellt, unter Berücksichtigung von Kosten nicht zuverlässig funktioniert. Passives Investieren ist die überlegene Alternative. Gerd Kommer hat einen ausführlichen Blog-Beitrag mit dem Titel “Zehn Gründe, warum aktives Investieren schlecht funktioniert” geschrieben, der zusammenfasst, warum wir aktives Anlegen ablehnen.

Eine detaillierte Beschreibung unseres Investmentansatzes finden Sie in unserem Whitepaper.

Wie reagiert die "Gerd Kommer"-Strategie auf starke Markteinbrüche?

Wenn im allgemeinen Aktienmarkt starke Abwärtsbewegungen in vergleichbar kurzer Zeit (z. B. über sechs bis 36 Monate) stattfinden und diese Kursverluste kumulativ rund 20% überschreiten, spricht man typischerweise (nach Erreichen dieser Marke) von einem “Crash”.

In solchen starken Abwärtsbewegungen (Einbrüchen) des Marktes tun wir ganz einfach “nichts”. Wir initiieren allein der Abwärtsbewegungen wegen weder Verkäufe in den Portfolios unserer Kunden noch verzögern wir vorher geplante Wertpapierkäufe.

Das vorgesehene regelmäßige und mechanische Rebalancing (siehe auch häufige Fragen zu “Rebalancing” für Details) führen wir planmäßig und ganz “normal” durch, was sich sehr langfristig renditeerhöhend auswirken kann. Rebalancing wird in einem Aktien-Crash dazu führen, dass vom risikoarmen in den risikobehafteten Portfolioteil umgeschichtet wird (“nachgekauft” wird), wenn der Aktienmarkt vor dem Rebalancing-Zeitpunkt eine stark negative Rendite (starke Kursverluste) hatte.

Einige wesentlichen Überlegungen zum Thema „Was tun im Aktien-Crash?” hat Gerd Kommer anhand des konkreten Beispiels “Corona-Crash”(der Mitte Februar 2020 begann) in einem Blog-Beitrag mit dem Titel “Der Corona-Crash: Was tun?” dargestellt.

Wo kann ich mich detailliert über den Investmentansatz der ''Gerd Kommer“-Anlagestrategie informieren?

Eine detaillierte Beschreibung unseres Investmentansatzes finden Sie in unserem Whitepaper. 

Zu zahlreichen spezifischen Aspekten des Investmentkonzepts stehen darüber hinaus vertiefende Blog-Beiträge, YouTube-Videos und Podcasts.

Eine noch ausführlichere theoretische und empirische Begründung des Ansatzes bieten die Bücher von Dr. Gerd Kommer.

Warum investiert die "Gerd Kommer" Robo Advsior Anlagestrategie nicht gezielt in dividendenstarke Aktien?

Grundsätzlich basiert der “Gerd Kommer” Anlageansatz darauf, in alle Aktien zu investieren und einige wenige mit statistischen Methoden identifizierte breite Segmente des Aktienmarkts etwas “überzugewichten” (sogenanntes Factor Investing).

Eine bewusste Übergewichtung von Aktien mit hoher Dividendenrendite streben wir nicht an, weil aus unserer Sicht keine ausreichend überzeugenden empirischen Belege für einen systematischen Vorteil von Aktien mit hoher Dividende in Bezug auf Rendite und Risiko existieren. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Dividendenstrategien: Fakten und Fantasien” verfasst.

Berücksichtigt die Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer beim Investieren Nachhaltigkeitsaspekte (ESG- oder SRI-Kriterien)?

Nein, es werden ESG-Kriterien nicht eigens als Auswahlbedingungen für ETFs (und damit für die zugrunde liegenden Aktien und Anleihen) berücksichtigt (“ESG” steht für environmental, social and governance; “SRI” steht für socially responsible investing).

Beim ESG-Investieren spielt naturgemäß das individuelle Wertesystem eines Anlegers eine Schlüsselrolle. Hier existieren große Unterschiede zwischen den Präferenzen einzelner Privatanleger. Daher wäre es schwierig, ein ESG-Portfolio zu konstruieren, das den Anforderungen aller Anleger gleichermaßen gerecht wird. 

Investiert die Robo Advisor Strategie auch in einzelne Wertpapiere?

Investments in einzelne Wertpapiere (Aktien oder Anleihen) halten wir im Einklang mit etablierten wissenschaftlichen Erkenntnissen für keine gute Idee. “Einzelwertrisiko” ist wegdiversifizierbares Zusatzrisiko und wird aus der Sicht der Wissenschaft nicht durch eine entsprechend höhere Renditeerwartung kompensiert. Falls Sie dieser Gesichtspunkt spezifisch interessiert, empfehlen wir den Blog-Beitrag von Gerd Kommer mit dem Titel “Die Fragwürdigkeit von Einzelaktieninvestments”.

Warum werden im risikoarmen Portfolioteil Anleihen-ETFs eingesetzt, die eine Nullrendite oder leicht negative Rendite aufweisen?

Der risikoarme Portfolioteil ist der “Sicherheitsanker” im Portfolio. Seine Aufgabe ist es nicht, eine möglichst hohe Rendite zum Gesamtportfolio beizusteuern (dies ist die Aufgabe des risikobehafteten Portfolioteils), sondern seine Aufgabe ist, so viel “Sicherheit” und “Stabilität” wie möglich in das Gesamtportfolio einzubringen. Darüber hinaus ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass inflationsbereinigte (reale) “Nullrenditen” bei supersicheren Anleihen (Anleihen mit den geringstmöglichen Renditeschwankungen und dem geringstmöglichen Ausfallsrisiko) historisch der Normalfall sind. “Nullrenditen” (reale Renditen nahe bei null) für diese Asset-Klasse sind keineswegs eine neue Erscheinung der jüngeren Vergangenheit, wie in den Medien und der Öffentlichkeit vielfach suggeriert wird, sondern die historische Regel. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Nullzinsen und Anlagenotstand – real oder nur konstruiert?” geschrieben.

Warum werden im risikoarmen Portfolioteil ausschließlich kurzfristige Anleihen verwendet?

Bei Anleihen besteht ein negativer (inverser) Zusammenhang zwischen Restlaufzeit und Zinsänderungsrisiko. Zinsänderungsrisiko bei Anleihen ist das Risiko von Kursverlusten, wenn das Marktzinsniveau steigt. Da der risikoarme Portfolioteil innerhalb der “Gerd Kommer”-Anlagestrategie als “Risikoanker” fungiert, sollten jegliche Risiken, also auch Zinsänderungsrisiken, minimiert werden. Daher beschränken wir uns auf kurzfristige Anleihen hoher Bonität in der Heimatwährung des Anlegers. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Das Zinsänderungsrisiko bei Anleihen” geschrieben.

Was ist der Vorteil des risikoarmen Portfolioteils gegenüber Bankguthaben?

Bankguthaben erscheinen vielen Privatanlegern als die überhaupt risikoärmste Anlageform. Diese Sichtweise stimmt jedoch leider nur in Bezug auf das Spezial- oder Einzelrisiko “Renditeschwankungen”. Hier sind Bankguthaben tatsächlich das risikoärmste Finanzprodukt. Bei vielen anderen Risikoarten – z. B. Ausfallsrisiko – sind Bankguthaben jedoch sehr risikoreich.

Ökonomisch betrachtet ist ein Bankguthaben ein unbesicherter Kredit vom Einleger an ein Unternehmen im Finanzsektor. Banken sind nahezu ausnahmslos “hochverschuldete” Unternehmen mit einer typischen Fremdkapitalquote von 90%. Diese Quote übersteigt diejenige in allen anderen Branchen. Einzelne Bankenkonkurse und branchenweite “systemische” Bankensektor-Krisen haben historisch in allen westlichen Ländern vielfach stattgefunden, zuletzt weltweit und in Deutschland 2008 bis 2012. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Das unterschätzte Risiko von Bankguthaben” geschrieben.

Warum wird im risikobehafteten Portfolioteil in Schwellenländer-Staatsanleihen investiert?

Schwellenländer-Staatsanleihen in Hartwährung (USD) wiesen historisch attraktive Renditen aus, bei gleichzeitig vergleichsweise geringer Volatilität und niedriger Korrelation zu anderen Asset-Klassen, einschließlich Schwellenländer-Aktien. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Schwellenländer-Staatsanleihen – eine bedenkenswerte Asset-Klasse?” veröffentlicht.

Warum sind Schwellenländer-Staatsanleihen Teil des risikobehafteten und nicht des risikoarmen Portfolioteils?

Da Schwellenländer-Staatsanleihen die drei Kriterien für den risikoarmen Portfolioteil nicht erfüllen, sind sie dem risikobehafteten Portfolioteil zuzuordnen. Diese drei Kriterien sind: Geringes Bonitätsrisiko (Ausfallsrisiko), geringes Zinsänderungsrisiko und kein Wechselkursrisiko. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Schwellenländer-Staatsanleihen – eine bedenkenswerte Asset-Klasse?” geschrieben.

Investiert die Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer in Gold oder andere Edelmetalle?

Nein, denn Gold und andere Edelmetalle (vor allem Platin und Silber) stellen in Bezug auf ihre langfristige historische Rendite-Risiko-Kombinationen aus unserer Sicht eine unattraktive Asset-Klasse dar. Ferner sprechen eine Reihe von sachlogischen Argumenten gegen die Beimischung von Gold oder anderen Edelmetallen. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Gold als Investment – braucht man das?” geschrieben.

Aktien und Unternehmensanleihen von Edelmetallproduzenten (z. B. Bergbauunternehmen) sowie von Unternehmen, die Edelmetalle verarbeiten oder vertreiben, sind jedoch Bestandteil des globalen Kapitalmarkts. Über die breit diversifizierten ETFs der Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer sind solche Unternehmen indirekt im Portfolio enthalten.

Investiert die Robo Advisor Strategie in Rohstoffe?

Mit Ausnahme von Edelmetallen ist Investieren in physische Rohstoffe (wie z. B. Öl, Edelmetalle oder Weizen) für Privatanleger grundsätzlich nicht realistisch möglich. Dieser Sachverhalt mag manchem Anleger nicht klar sein. Diese fehlende Möglichkeit hängt mit den hohen Lager- und Versicherungskosten für physische Rohstoffe zusammen. Realistisch möglich sind lediglich Investments in Rohstoff-Termingeschäfte (Commodity Futures), die es auch in ETF-Form (genauer ETC-Form) gibt. Rohstoff-Termingeschäfte sind sogenannte Derivate, also “abgeleitete” Wertpapiere. Rendite und Risiko von Rohstoff-Futures unterscheiden sich stark von dem zugrundeliegenden physischen Rohstoffmarkt (“Spot-Markt”).

Davon abgesehen sehen wir Rohstoff-Futures generell aus Rendite-Risikogesichtspunkten nicht als attraktive Asset-Klasse (Anlageklasse).

Mehr Informationen hierzu finden Sie in unserem Whitepaper.

Wird der Cost-Average-Effekt in der Robo-Advisor-Strategie von Gerd Kommer berücksichtigt?

Wer einen Sparplan eingerichtet hat (regelmäßig gleichbleibende Beträge in den Kapitalmarkt investiert), bei dem wirkt der Cost-Average-Effekt (auch Dollar-Cost Averaging genannt; zu Deutsch Durchschnittskosteneffekt). Aufgrund der normalen Kursschwankungen bei Aktien führt regelmäßiges periodisches investieren eines gleichbleibenden Geldbetrages dazu, dass der durchschnittliche Anteilspreis im Anlegerportfolio niedriger ist als der entsprechende durchschnittliche Anteilspreis im Markt. Dieser rein rechnerische Effekt hat jedoch keine systematisch renditefördernde Auswirkung auf die Langfristrendite des Anlegers, obwohl genau das seit Jahrzehnten in den Medien und in Finanzratgeberbüchern postuliert wird.

Obwohl der immer wieder behauptete vorteilhafte Renditeeffekt von Cost Averaging in Wirklichkeit nicht existiert, ist es dennoch uneingeschränkt empfehlenswert, Vermögensbildung und Altersvorsorge im Wege eines langfristigen Fondssparvertrages zu betreiben.

Regelbasiertes, mechanisches Investieren in den Aktienmarkt in monatlich gleichbleibenden Beträgen kann insbesondere auch psychologisch sehr vorteilhaft sein, weil es den “Entscheidungsdruck” aus dem Investmentprozess herausnimmt oder jedenfalls stark reduziert. Außerdem profitiert der Anleger natürlich langfristig vom bekannten Zinseszinseffekt.

Gerd Kommer hat hierzu einen ausführlichen Blog-Beitrag mit dem Titel “Die Legende vom Cost Averaging Effect” geschrieben.

Vielleicht ist in diesem Zusammenhang auch der Blog-Beitrag von Gerd Kommer mit dem Titel “Einstieg in den Aktienmarkt: Einmalanlage oder Phaseninvestment?” für Sie interessant.

Investment­ansatz

Was bedeuten die Zahlen bei den verschiedenen Portfolios (z. B. "60/40"-Portfolio)?

Wir unterteilen unsere Portfolios in zwei große Hauptbestandteile. Dies ist zum einen der risikobehaftete- und zum anderen der risikoarme Portfolioteil. Wir nennen den risikobehafteten Teil immer zuerst (in unserem Beispiel 60%) und den risikoarmen Teil als zuletzt (in unserem Beispiel 40%). Durch diese einfache Regelung können Sie jederzeit sofort erkennen, welches Chancen-Risiko-Verhältnis Ihr Portfolio repräsentiert.

Der risikobehaftete Portfolioteil besteht vorwiegend aus global diversifizierten Aktien unter Berücksichtigung sogenannter Faktorprämien (weitere Infos zu Faktorprämien finden Sie in unserem Whitepaper) und zu einem kleinen Teil aus Schwellenländer- Staatsanleihen in Hartwährung (USD). Der risikobehaftete Portfolioteil stellt den “Renditemotor” im Gesamtportfolio dar.

Der risikoarme Portfolioteil besteht aus Anleihen hoher Bonität mit kurzer Restlaufzeit in der “Heimatwährung” des Anlegers (Euro), um Ausfallsrisiko, Zinsänderungsrisiko und Wechselkursrisiken zu minimieren. Der risikoarme Portfolioteil stellt den “Sicherheitsanker” im Gesamtportfolio dar. Er sorgt dafür, die Gesamtportfolioschwankungen zu reduzieren.

Der risikoarme Portfolioteil hat die primäre Aufgabe, Sicherheit zum Gesamtportfolio beizutragen, nicht Rendite. Wer eine höhere Renditeerwartung will, muss den Anteil des risikobehafteten Portfolioteils erhöhen (und im Gegenzug den des risikoarmen Teils senken) – unter bewusster Inkaufnahme des damit einhergehenden erhöhten Risikos im Sinne von Wert- und Renditeschwankungen.

Wie häufig wird mein Portfolio angepasst?

Auch wenn wir grundsätzlich einen sogenannten “passiven” Investmentansatz mit Buy-and-Hold-Philosophie verfolgen, sind Anpassungen und Änderungen im laufenden Betrieb hin und wieder notwendig und sinnvoll. Zum Beispiel immer dann, wenn ETF-Produkte auf den Markt kommen, mit deren Hilfe wir Kosteneinsparungen oder andere Vorteile für die Anleger erzielen können, ohne zugleich andere Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Solche Anpassungsmaßnahmen geschehen stets nur im Rahmen einer spezifischen Kosten-Nutzen-Analyse.

Mehr Informationen zum Thema Rebalancing finden Sie unter den häufigen Fragen zu Rebalancing und in unserem Whitepaper.

Es ist grundsätzlich auch nicht ausgeschlossen, dass sich in größeren Abständen Weiterentwicklungspotenzial des Investmentansatzes aufgrund von relevanten Fortschritten in der Wissenschaft ergibt.

Wie breit diversifiziert ist mein Portfolio?

Wir legen großen Wert auf möglichst hohe Diversifikation.

Im Aktienteil des Portfolios bedeutet das mehrere Tausend Einzelwerte aus bis zu 190 Staaten (nach dem Ort des primären Listings der Unternehmen sind das ca. 45 Staaten).

Im Anleiheteil bedeutet das mehrere hundert verschiedene einzelne Staats- und Unternehmensanleihen von vielen Dutzenden unterschiedlicher Emittenten.

Bei Schwellenländer-Staatsanleihen (die zum risikobehafteten Portfolioteil gehören) diversifizieren wir über mindestens 20 verschiedene Schwellenländer hinweg.

Mehr Informationen zum Aspekt Diversifikation finden Sie in unserem Whitepaper.

Kann ich die Anlagestrategie nach der Anmeldung flexibel ändern?

Ja, da es vorkommen kann und sogar recht wahrscheinlich ist, dass eine einmal in der Vergangenheit getroffene Anlagestrategie zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen und Umständen entspricht, ist ein Wechsel bis zur Ihrer maximalen Risikokategorie flexibel jederzeit möglich. Die Gründe hierfür können vielfältig sein: Änderungen in Ihrer Vermögens- und Einkommenssituation durch berufliche Änderungen, Immobilieninvestitionen, Existenzgründung, Erbschaften bzw. Schenkungen oder durch die allmähliche Annäherung an den Zeitpunkt der Beendigung Ihrer Berufstätigkeit (Renteneintritt). Auch im Zeitablauf zunehmendes Finanz- und Kapitalmarktwissen sowie Erfahrung und Vertrautheit mit Ihrem Portfolio können eine Rolle spielen; ferner sich ändernde Einstellungen zum Leben und zur Zukunft im Allgemeinen. All das und noch vieles andere kann und wird auf Ihre Anlagestrategie Einfluss haben.

Wie verhält es sich mit Ausschüttungen?

In jedem Jahr zahlen 60% aller börsennotierten Unternehmen weltweit Dividenden (Ausschüttungen) an Ihre Anteilseigner. Über die im Rahmen der Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer eingesetzten ETFs partizipieren Sie grundsätzlich an diesen Ausschüttungen.

Ausschüttungen (z. B. Dividenden oder Zinsen), die bei den verwendeten ETFs anfallen, werden Ihrem Verrechnungskonto bei der Scalable Capital gutgeschrieben und automatisch gemäß Ihrer gewählten Anlagestrategie reinvestiert.

Gibt es die Möglichkeit, vorübergehend nicht investiert zu sein, gleichzeitig aber das Geld bei Scalable Capital zu lassen?

Grundsätzlich können Sie das investierte Volumen Ihrer Robo Advisor Strategie von Gerd Kommer jederzeit reduzieren, sofern die Mindestanlagesumme von 20 Euro pro Portfolio nicht unterschritten wird.

Wir raten allerdings sehr deutlich davon ab, dies aus „Market Timing-Gründen“ zu tun, also aus der Erwartung, vorübergehende schlechte Aktienmarktphasen zu umschiffen. Market Timing ist aus der Sicht der Wissenschaft einer langfristigen, disziplinierten Buy-and-Hold-Strategie statistisch und renditemäßig klar unterlegen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen, die das seit rund 60 Jahren immer wieder belegen, sind inzwischen Legion. In den Investmentbüchern von Dr. Gerd Kommer werden einige der bekanntesten Studien hierzu genannt und viele ihrer Ergebnisse zusammengefasst.

Weil das so ist, betreiben wir bei der “Gerd Kommer“ Anlagestrategie kein Market Timing, d. h. wir werden den risikobehafteten Teil unserer Kundenportfolios im Zeitablauf nicht reduzieren und insbesondere diese auch nicht in einer starken Abwärtsbewegung des Marktes oder einem “Crash” senken.

Wenn Sie Anteile an Ihrem Portfolio veräußern, wird der Liquidationserlös binnen weniger Werktage auf Ihrem Referenzkonto gutgeschrieben.

Gibt es für die Anlagestrategien eine "Benchmark"?

Ob eine Anlagestrategie langfristig erfolgreich ist oder nicht, zeigt der Vergleich mit einer passenden und vorab festgelegten Vergleichsgröße (sogenannte Benchmark). Als Benchmark wird ein fiktives Portfolio aus einer Anlage in einen globalen Aktienfonds sowie einer Anlage in deutsche Staatsanleihen definiert. Durch die jeweilige Gewichtung dieser zwei Anlagen ergibt sich für jede Anlagestrategie eine aussagekräftige, der jeweiligen Risikoexposition entsprechende Benchmark.

Die Benchmarks der einzelnen Allokationen sind in den Vertragsbedingungen enthalten.

Factor Investing

Was ist Factor Investing? Welche Vorteile hat es?

Bei Factor Investing – oft auch Smart Beta Investing genannt – werden sogenannte Faktorprämien im Vergleich zu einem marktkapitalisierungsgewichteten Index übergewichtet. Normale Wertpapierindizes, z. B. der DAX oder der MSCI World-Index, sind nach dem Prinzip der Marktkapitalisierung gewichtet. Das bedeutet, das Gewicht einer einzelnen Aktiengesellschaft im Index, sei es Apple oder BMW, wird von seiner Marktkapitalisierung (auch Börsenwert genannt) bestimmt. Die Marktkapitalisierung ist der Marktwert des Eigenkapitals des Unternehmens.

Bei Factor Investing ist nicht mehr nur allein die Marktkapitalisierung ausschlaggebend für das Gewicht eines Unternehmens im Index, sondern zusätzlich auch andere “Faktoren”, sprich “Faktorprämien”. Ein Beispiel: Der Value-Faktor (“Value” = Wert) drückt aus, ob eine Aktie relativ zu bestimmten betriebswirtschaftlichen Größen wie beispielsweise dem Gewinn oder dem Bucheigenkapital preisgünstig ist.

Faktorprämien sind statistisch identifizierbare Treiber von Rendite und Risiko in einer Asset-Klasse (hier in der Asset-Klasse Aktien). Sie erklären einen großen Teil der Rendite-Risiko-Kombination eines diversifizierten Portfolios. Durch das Übergewichten von Faktorprämien in einem Portfolio gegenüber einem “marktneutralen” Portfolio (dem Gesamtmarkt) kann seine erwartete Rendite im Vergleich zu einer angemessenen marktneutralen Benchmark erhöht werden. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Factor Investing – die Basics” geschrieben.

Bei der “Gerd Kommer” Robo Advsior Strategie verwenden wir im Aktiensegment die Faktorprämien Small Size, Value, Quality und Momentum.

Gegenüber einem marktneutralen, rein nach Marktkapitalisierung gewichteten Portfolio übergewichten wir ferner Schwellenländer (Emerging Markets). Manche Wissenschaftler sehen die historische Mehrrendite, die Schwellenländer Aktien und -Anleihen gegenüber vergleichbaren Aktien- und Anleihen aus Industrieländern aufweisen, ebenfalls als eine Art Faktorprämie – die Political-Risk-Prämie.

Führt Factor Investing immer (kontinuierlich) zu einer höheren Rendite?

Nein, Factor Investing kann auch über längere Zeiträume zu niedrigeren Renditen führen als der Verzicht auf Factor Investing, also Investieren in ein marktneutrales Aktien-Portfolio. Der erwartete Renditevorteil von Factor Investing zeigt sich nur sehr langfristig, genauso wie auch der Aktienmarkt generell nur langfristig rentabler ist als z. B. die Asset-Klasse Anleihen oder Immobilien. Es besteht also keine Garantie dafür, dass mit Factor Investing in einem gegebenen Jahr oder sogar Jahrzehnt höhere Renditen erzielbar sind als mit marktneutralem Investieren. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “The Pains of Factor Investing” geschrieben.

Warum verfolgt die "Gerd Kommer" Robo Advsior Strategie kein "integriertes" Multifactor Investing?

Die Unterschiede in Bezug auf Rendite und Risiko zwischen “einfachem” (“fund-level” oder “index-level”) und “integriertem” (“stock-level”) Multifactor Investing sind nach unserer Auffassung eher gering.

Ein wichtiges Praxiskriterium für die Abwägung und Entscheidung zwischen den beiden alternativen Factor-Investing-Philosophien ist die Verfügbarkeit entsprechender ETF-Produkte in Deutschland. Hier ist die verfügbare Produktlandschaft für integriertes Multifactor-Investing aus unserer Sicht noch zu eng und daher auch der gewünschte Preiswettbewerb zischen den Produktanbietern daher zu gering. Außerdem sind die spezifischen ETF-Produkte im integrierten Multifactor-Bereich aus unserer Sicht nicht alle breit genug diversifiziert. Aus diesen Gründen haben wir uns bei der Robo Advisor Strategie für einfaches Multifactor Investing entschieden. Sollte sich die Situation irgendwann dahingehend ändern, dass die Vorteile von integriertem Multifactor Investing den Nachteilen der entsprechenden Produkte übertreffen, werden wir das in der Portfoliokonstruktion berücksichtigen.

Kosten

Wie hoch sind die Kosten?

Die Gebühren von der Robo Advisor Strategie sind abhängig vom durchschnittlichen Portfoliowert in der entsprechenden Abrechnungsperiode und gestalten sich wie folgt:

Bis 100.000 Euro: 0,70% p. a.
Ab 100.000 Euro: 0,65% p. a.
Ab 250.000 Euro: 0,60% p. a.

Die reduzierten Gebühren gelten für den gesamten Portfoliowert. Darin sind bereits alle Transaktionskosten enthalten. Die Berechnung der Gebühren auf Einzelportfoliobasis erfolgt tagesgenau auf Basis des durchschnittlichen verwalteten Kundenvermögens, die Abrechnung erfolgt monatlich getrennt jeweils für den Vermögensverwalter und die Depotbank. Die Abbuchung der Gebühren erfolgt von Ihrem Verrechnungskonto bei der Depotbank (Scalable Capital Bank).

Weitere Gebühren, z. B. für die Konto- und Depotführung oder für Transaktionen (Käufe und Verkäufe), fallen nicht an. Das gilt auch für die Einrichtung und Ausführung von Spar- und Auszahlplänen.

Darüber hinaus werden von den ETF-Anbietern laufende Kosten erhoben, die, je nach ETF, derzeit im günstigsten Fall 0,09% p. a. und im teuersten Fall 0,45% p. a. betragen – die Durchschnittskosten der Produkte belaufen sich auf etwa 0,20% p. a. Diese Kosten sind bereits in den Renditen der ETFs enthalten (werden also nicht gesondert belastet). Die Produktkosten wären von den Anlegern auch zu tragen, wenn sie diese ETFs in Eigenregie erwerben würden.

Die Mindestanlagesumme beträgt 20 Euro.

Wie verdient die Gerd Kommer Invest GmbH mit der Robo Advisor Anlagestrategie Geld?

Wir verdienen ausschließlich an den Servicegebühren.

Wir erhalten keine Einnahmen aus den Produkten (ETFs) in den Kundenportfolios, da wir keine Provisionen, Kommissionen oder “Kickbacks” von den ETF-Anbietern oder anderen Dritten nehmen.

Wenn bei der Robo Advsior Strategie im Zeitablauf preisgünstigere ETFs eingesetzt werden, dann kommt diese Kostensenkung zu 100% den Kunden von Gerd Kommer Invest zugute.

Die Einnahmen variieren weder mit der spezifischen Art und Weise, wie allgemein bei der “Gerd Kommer“ Anlagestrategie investiert wird noch mit der Level-1-Asset-Allokation (Aufteilung risikobehaftet versus risikoarm) eines spezifischen Kundenportfolios.

Das Vergütungssystem und seine Struktur haben den Zweck, schädliche Interessenkonflikte so weit es geht zu verhindern oder zu reduzieren.

Gibt es einen Rabatt oder eine Rabattstaffel für höhere Anlagevolumina?

Ja, bis auf Weiteres reduzieren sich ab einem Portfoliowert von 100.000 Euro die Servicegebühren von 0,70% p. a. auf 0,65% p. a. und ab 250.000 Euro auf 0,60% p. a. Die reduzierten Gebühren gelten für den gesamten Portfoliowert.

Die Produktkosten, die von den ETF-Anbietern erhoben werden, sind bereits in den Renditen der ETFs enthalten und deren prozentuelle Höhe demnach unabhängig vom Anlagevolumen.

Erhöhen sich die Servicegebühren wieder, wenn ich unter einen Schwellenwert falle?

Ja, denn der anzuwendende Prozentsatz für die Service­gebühren ergibt sich aus dem durchschnittlichen Marktwert des verwalteten Kunden­vermögens im Abrechnungs­zeitraum. Es werden also jeden Monat diejenigen Service­gebühren abgerechnet, die im Abrechnungs­zeitraum anwendbar sind.

Werden Performance Fees (erfolgsabhängige Gebühren) berechnet?

Nein, wir berechnen unseren Kunden keine Performance Fees, weil Performance Fees erstens zwangsläufig schädliche Interessenkonflikte verursachen und zweitens die Langfristrendite der Kunden nicht – wie vielfach behauptet – erhöhen, sondern senken. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Performance Fees – Schein und Wirklichkeit” geschrieben.

Erhält Gerd Kommer Invest Provisionen oder sonstige Zuwendungen von Dritten?

Dr. Gerd Kommer weist in seinen Büchern seit über 20 Jahren auf die Schädlichkeit von Interessenkonflikten hin. Aus diesem Grund ist es für uns von großer Bedeutung, unabhängig zu sein. Wir erhalten keine Provisionen, Kommissionen oder “Kickbacks” von ETF-Anbietern oder anderen Dritten, da nur eine wirklich unabhängige und interessenkonfliktfreie Vermögensverwaltung dauerhaft im besten Sinne des Kunden handeln wird. Für den Fall, dass wir solche Zuwendungen jemals erhalten und sie sich aus technischen Gründen nicht vermeiden lassen, verpflichten wir uns, im Rahmen des Vermögensverwaltungsvertrages mit unseren Kunden, diese Zuwendungen an die Kunden auszuzahlen.

Nichtmonetäre Zuwendungen nehmen wir nur an, wenn sie die Qualität der Vermögensverwaltung verbessern und den Kundeninteressen nicht entgegenstehen. Dabei kann es sich um Finanzanalysen, Informationsmaterial, Schulungen oder technische Dienste handeln. Die Annahme dieser Art der Zuwendungen legen wir Ihnen gegenüber offen.

Wie hoch sind die Managementgebühren der ETFs?

Die Abbildung eines Wertpapierindex durch einen ETF ist für den Anleger in der Regel wesentlich günstiger als eine Anlage in herkömmliche Investmentfonds. Wir wählen für unsere Kunden möglichst kostengünstige ETFs aus.

Die Laufende Kosten (einschließlich Managementgebühren) betragen derzeit im günstigsten Fall 0,09% und im teuersten Fall 0,45% – die Durchschnittskosten der Produkte belaufen sich auf 0,18%. Diese Kosten sind bereits in den Renditen der ETFs enthalten (werden also nicht gesondert belastet). Die Produktkosten wären von den Anlegern auch zu tragen, wenn sie diese ETFs in Eigenregie erwerben würden.

Werden die Gebühren für die Wertpapierdienstleistungen nach dem eingesetzten Kapital oder nach der Performance berechnet?

Die Berechnung erfolgt tagesgenau auf Basis des durchschnittlichen verwalteten Kundenvermögens (also nach dem eingesetzten Kapital).

ETF-Auswahl

Was sind ETFs?

Exchange-Traded Funds (“ETFs”) sind börsengehandelte Investmentfonds, die die Wertentwicklung eines Börsenindex – wie beispielsweise den MSCI World – nach- und abbilden, ohne dass dabei ein Fondsmanager aktive Anlageentscheidungen trifft. Sie werden deshalb auch als “passive” Fonds oder Indexfonds bezeichnet. Wie ein Investmentfonds im Allgemeinen werden bei einem ETF die Anlagegelder von vielen Anleger gepoolt und in ein diversifiziertes Portfolio aus Aktien oder Anleihen investiert. ETFs haben gegenüber aktiv gemanagten Fonds eine Reihe von Vorteilen:

  • Deutlich niedrigere Kosten: Das gilt sowohl für Transaktionskosten (Kauf und Verkauf) sowie für laufende Kosten.
  • Weniger Risiko innerhalb der abgebildeten Asset-Klasse, da typischerweise bessere, umfassendere Diversifikation besteht.
  • Höhere Transparenz: Keine komplizierte “aktive” Strategie, die aus der Sicht der Anleger eine Black Box darstellt.
  • Höher Liquidität: Da ETFs wie eine Aktie an Wertpapierbörsen gehandelt werden, bieten sie zudem börsentägliche Liquidität.

In anderen Worten: ETFs ermöglichen es Ihnen, breit gestreut und kostengünstig zu investieren und im höchstmöglichen Ausmaß an Asset-Klassen-Renditen zu partizipieren.

Wie wählt die Robo Advisor Strategie die ETFs aus?

Unsere Auswahl spezifischer ETFs unter den rund 1.500 die derzeit in Deutschland vertrieben werden, geschieht in einem mehrstufigen Prozess, der etwa alle drei Monate wiederholt wird.

Die wichtigsten quantitativen und qualitativen ETF-Auswahlkriterien sind dabei die nachfolgenden:

Niedrige Kosten: Die Vermeidung von Kosten ist eines der wichtigsten Kriterien für den langfristigen Anlageerfolg. Bei der Auswahl der ETFs achten wir insbesondere auf die Kennzahlen Total-Expense-Ratio (TER), die die Gesamtkosten der Indexnachbildung angibt, sowie auf die Total-Cost-of-Ownership (TCO), die die externen Handelskosten, wie Geld-Brief-Spannen, Steuern und Maklercourtagen berücksichtigt.

Hohe Liquidität: ETFs mit geringer Handelsliquidität haben in der Regel weitere “Geld-Brief-Spannen”, was die Handelskosten erhöht. Wir achten auf ETFs mit großen Anlagevolumina und mehreren Market-Makern, um die bestmögliche Handelbarkeit zu gewährleisten und die Handelskosten zu minimieren.

Angemessene Diversifikation: ETFs bilden meist sehr breite Marktindizes ab, mit dutzenden, oftmals auch hunderten oder tausenden von Einzelwerten. Diese breite Risikostreuung ermöglicht den Zugang zu den fundamentalen Renditetreibern der jeweiligen Anlageklasse, ohne hohe Einzelrisiken in Kauf zu nehmen. Sehr breit aufgestellte Indizes enthalten auf der anderen Seite jedoch einen so genannten Long-Tail, d.h. eine Anzahl an kleineren Unternehmen mit geringerer Liquidität und damit höheren Handelskosten. Unser Auswahlprozess achtet auf ein ausgewogenes und günstiges Verhältnis von Risikodiversifikation und impliziten Handelskosten der ETFs.

Sichere Replikationsmethode: ETFs werden in zwei grundsätzlichen Ausführungen angeboten: Mit physischer und synthetischer Nachbildung des zugrundeliegenden Index. Wir verwenden ausschließlich physisch replizierende ETFs.

Weitere Kriterien, die wir berücksichtigen sind das mit der Fondsgröße zusammenhängende Schließungsrisiko und an welchen kostengünstigen Börsen der ETF in Euro gehandelt wird.

Eine Streuung über möglichst viele verschiedene ETF-Anbieter hinweg, ist dabei nicht erforderlich, da die Anlegergelder in ETFs “Sondervermögen” darstellen. Eine theoretisch mögliche Insolvenz des ETF-Anbieters wäre deswegen unerheblich für die Vermögensposition der Anleger.

Warum werden in den Portfolios überwiegend thesaurierende, statt ausschüttende Fonds verwendet?

Thesaurierende Fonds (ETFs) sind in den meisten Konstellationen die sinnvollere Wahl. Eine Reihe von Argumenten für ausschüttende Fonds (ETFs) halten einer nüchternen, kritischen Überprüfung nicht stand. Ökonomisch betrachtet halten sich die Unterschiede zwischen den beiden Fonds-Varianten allerdings ohnehin in Grenzen. Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Ausschüttende vs. thesaurierende Fonds” geschrieben.

Berücksichtigt die Robo Advisor Strategie bei der Auswahl der ETFs auch steuerliche Kriterien?

Ja, auch steuerliche Kriterien finden bei der Auswahl der ETFs Beachtung.

Generell verwenden wir nur ETFs, die ein deutsches “Steuer-Reporting” haben, sodass das Risiko einer nachteiligen Pauschal- oder “Strafbesteuerung” nicht entsteht.

Ferner berücksichtigen wir die Optimierung quellensteuerlicher Aspekte bei Aktien-ETFs (Aktien-ETFs mit Fondsdomizil in Irland können hier Vorteile haben gegenüber Aktien-ETFs mit Sitz in anderen Ländern).

Und schließlich versuchen wir, wo möglich, den leichten Steuervorteil, den thesaurierende ETFs im aktuellen deutschen Steuerrecht vor ausschüttenden ETFs haben, auszunutzen.

Die Steuerlast auf Anlegerebene wird direkt von der Depotbank abgeführt. Dadurch entsteht für den Anleger kein Mehraufwand in der Steuererklärung.

Werden wechselkurs- oder währungsgesicherte ETFs eingesetzt?

Im risikobehafteten Portfolioteil halten wir Währungsabsicherung für unnötig oder per Saldo nachteilig.

Im risikoarmen Portfolioteil verwenden wir ausschließlich auf Euro lautende oder in Euro abgesicherte Anleihen-ETFs ohne Wechselkursrisiko.

Gerd Kommer hat hierzu einen Blog-Beitrag mit dem Titel “Währungsabsicherung: Wann sinnvoll, wann nicht?” geschrieben.

Wird in Swap ETFs (synthetische ETFs) investiert?

Nein, wir investieren ausschließlich in ETFs mit sogenannter physischer Replikation, also ETFs, die die Wertpapiere, die der relevante Wertpapierindex vorgibt (oder eine repräsentative Stichprobe von ihnen), physisch halten.

Wird in Leveraged ETFs oder in Short ETFs investiert?

Leveraged ETFs sind Aktien-ETFs, die Aktien zum Teil unter Nutzung von Fremdkapital bzw. Krediten (also nicht nur Eigenkapital, das von den ETF-Anlegern kommt, erwerben. Die “Gerd Kommer” Robo Advisor Strategie setzt keinerlei Leveraged ETFs ein.

Short-ETFs sind Aktien-ETFs, deren Rendite umgekehrt (invers) zum Markt ist, d. h. Short-ETFs rentieren positiv, wenn der entsprechende Wertpapierindex negativ rentiert. Short-ETFs sind ein Instrument, um auf fallende Märkte zu setzen. Bei der “Gerd Kommer” Robo Advisor Strategie setzen wir keinerlei Leverage-ETFs ein.

Wird in ETFs investiert, die Wertpapierleihe praktizieren?

Ja, wir investieren in ETFs, die Wertpapierleihe praktizieren.

Nachfolgend eine knappe Erläuterung zum häufig missverstanden Thema Wertpapierleihe: Wertpapierleihe darf unterschiedslos von allen Investmentfonds – aktiven und passiven – praktiziert werden, nicht nur von ETFs, also auch von aktiv gemanagten Investmentfonds, Hedge-Fonds, Sovereign-Wealth-Fonds, Pensions-Fonds und anderen institutionellen Fonds. Die meisten der in Deutschland vertriebenen rund 1.500 ETFs, aber nicht alle, praktizieren Wertpapierleihe. Wertpapierleihe existiert seit Jahrzehnten und hat bei Investmentfonds (UCITS-Fonds) unseres Wissens noch nie – auch nicht in den drei großen Börsenkrisen nach dem Jahr 2000 Schäden für Privatanleger verursacht. Wertpapierleihe ist bei Investmentfonds ein streng reglementiertes und reguliertes risikoarmes, aber natürlich nicht risikofreies Geschäft, das Zusatzeinnahmen für den Fonds generiert. Diese Zusatzeinnahmen kommen den Anlegern direkt oder indirekt zugute. Ihre Höhe steht in einem angemessenen Verhältnis zu dem geringen Risiko von Wertpapierleihe.

So erreichen Sie uns

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📱 Telefon: +49 89 215 298 12
📫 E-Mail: ed.latipac-remmok-dreg@ecivres
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